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Meldepflicht nach Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

Seit dem 01.01.2016 müssen Letztverbraucher, die eine Reduzierung der KWK-Umlage, der Offshorehaftungsumlage und der § 19 StromNEV-Umlage in Anspruch nehmen wollen, dies dem zuständigen Netzbetreiber bis zum 31. März des jeweiligen Folgejahres melden. Voraussetzung für eine Reduzierung ist ein Selbstverbrauch von mehr als 1 Mio. Kilowattstunden (kWh) pro Jahr.

Mit dem Formular für Mengenanmeldung nach § 26 KWKG können Sie Privilegierungen für das Kalenderjahr 2019 beantragen.

Ergänzende Hinweise zu den einschlägigen Regelungen

  • Die Rechtsgrundlage leitet sich aus § 19 Abs. 2 Sätze 15f StromNEV ab.

    Bitte wenden Sie die im Folgenden zitierten Regelungen gewissenhaft an. Werden die Anforderungen nicht erfüllt, ist keine Gewährung von Umlageprivilegien mangels Nachweis des Selbstverbrauchs möglich.

    1. Es gilt die Bagatellregelung nach § 62a EEG, dass geringfügige Stromverbräuche Dritter den Stromverbräuchen des Letztverbrauchers zugerechnet werden, also nicht als weitergeleitete Strommengen zu erfassen sind.

    2. Für die an Dritte weitergeleiteten Strommengen gilt der Grundsatz des § 62b Absatz 1 EEG diese mittels mess- und eichrechtskonformer Messeinrichtungen zu erfassen.

    3. Durch das Energiesammelgesetz (EnSaG) wurde die Möglichkeit zur Schätzung für die Abgrenzung von Strommengen, für die unterschiedlich hohe Umlagesätze gelten, eingeführt.

    Eine Schätzung ist aber nur im Ausnahmefall zulässig - es verbleibt beim Grundsatz, dass umlagepflichtige Strommengen grundsätzlich zu messen sind (§ 62b Abs. 1 EEG 2017). Ausnahmefälle sind:

    • Messtechnische Abgrenzung technisch unmöglich (§ 62b Abs. 2, Nr. 2, 1. Alternative)
    • Messtechnische Abgrenzung mit unvertretbarem Aufwand verbunden (§62b Abs. 2, Nr. 2, 2. Alternative)
    • Abgrenzung erfolgt für Strommengen, die vor dem 1. Januar 2020 verbraucht wurden und tatsächlich mangels Messeinrichtung nicht gemessen wurden (§ 104 Abs. 10 EEG)

    Die Schätzung muss nachvollziehbar und nachprüfbar sein sowie sicherstellen, dass auf die gesamte Strommenge nicht weniger Umlage gezahlt wird, als im Fall einer Abgrenzung durch mess- und eichrechtskonforme Messeinrichtungen (worst-case-Schätzung).

    Ein gutes Gefühl für die Auslegung und Anwendung der Regeln vermittelt das „Hinweisblatt zur Strommengenabgrenzung für das Antragsjahr 2019“ der BAFA, das unter dieser URL heruntergeladen werden kann.

  • Für die § 19 StromNEV-Umlage gilt die Regelungen zur Begrenzung für die Letztverbrauchergruppen B und C nach dem KWKG 2016. Dort heißt es:

    „Letztverbraucher, die die Begünstigung […] in Anspruch nehmen wollen, müssen dem zuständigen Netzbetreiber bis zum 31. März des auf die Begünstigung folgenden Jahres den im vorangegangenen Kalenderjahr aus dem Netz bezogenen und selbstverbrauchten Strom […] melden.

    Unternehmen der Letztverbrauchergruppe C haben zusätzlich weiterhin die Pflicht zur Vorlage eines Wirtschaftsprüfertestates nach § 30 Abs. 1 Nr. 5 KWKG 2016 (Bestätigung der Eigenschaft als Unternehmen des produzierenden Gewerbes, dessen Stromkosten für selbstverbrauchten Strom im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr 4 Prozent des Umsatzes im Sinne von § 277 HGB überstiegen haben).

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im Netzgebiet Mannheim und Region Rhein-Neckar

Da Erdgas ein Naturprodukt ist, haben viele Einflussfaktoren Auswirkungen auf Ihre Gasabrechnung. Neben Faktoren wie Gastemperatur und Brennwert spielen die Z-Zahl und der darin enthaltene Luftdruck (geodätische Höhe) eine bestimmende Größe. Nachfolgend finden Sie Informationen über die Ermittlung der thermischen Gasabrechnung und den für Ihre Entnahmestelle zugrundeliegenden Luftdruck.

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